An der Strecke

K A T H .   H E I L I G - G E I S T - K I R C H E 

Die Hl. Geist Kirche in Dornberg ist der lebendige Mittelpunkt unseres Gemeindelebens.
Hier entstand die Idee, das Gemeindegebiet einmal gemeinsam zu umlaufen.
Die vielfältigen Aktivitäten zu beschreiben reicht der Platz hier nicht aus; es ergeht die herzliche Einladung, die Kirche im Internet oder - besser noch - persönlich zu besuchen.


M E Y E R   Z U   M Ü D E H O R S T 

So jung die Geschichte unserer jetzigen katholischen Pfarrei Heilig Geist zu sein scheint, so viel älter ist die christliche Tradition im Gebiet unserer Gemeinde. Sie reicht bis in die Frühzeit der Chris- tianisierung unserer engeren Heimat zurück, die im 8. Jahrhundert begann.

Zu den ältesten Spuren gehören die Grundmauern mehrerer Kloster- anlagen auf unserem Pfarrgebiet (Jostberg, Peterskirche und Meyer zu Müdehorst).

In Niederdornberg wurden 1948 auf einem Acker östlich des Hofes Meyer zur Müdehorst Fundamentmauern einer Kirche ausgegra- ben. In der "Vita Waltgeri", der von einem Dornberger Geistlichen um 1200 verfaßten Lebensbeschreibung des Hl. Waltger, heißt es, Waltger, Sohn einer christlichen Adelsfamilie aus Dornberg, ehe- und kinderlos, habe sein Erbe zur Errichtung eines Klosters an dieser Stelle stiften wollen. Als Bauzeit wird das Jahr 790 ange- nommen. Aus unbekannten Gründen wurde der Bau hier nicht vollendet, sondern in Herford neu begonnen und zu Ende geführt; dort liegt der Hl. Waltger begraben.

Offenbar aus Kostengründen wurden die Ausgrabungen später wieder zugeschüttet, auch eine Form der Konservierung...

Der denkmalgeschützte Hof selbst besteht aus einem eindrucks-
vollen Haupthaus, ein 45 Meter langer Vierständerbau, sowie zahlreichen Nebengebäuden, darunter das 'Leibzucht" genannte Altenteil. Das Anwesen gilt als einer der ältesten urkundlich er-
wähnten Höfe in Ostwestfalen-Lippe. Im 13. Jahrhundert war er einer der Lehnshöfe der Abtei Herford. 1730 kaufte Johann Peter Meyer zu Müdehorst das Anwesen; seither befindet sich der Hof in Familienbesitz.

Ab 2007 wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz umfangreiche Restaurationsmaßnahmen durchgeführt; seit Herbst 2008 betreibt das Ehepaar Meyer zu Müdehorst dort ein gemüt-
liches Hofcafé.

Seit 2009 verläuft der Dornberglauf mit freundlicher Genehmigung über den Hof.


E V A N G .   P E T E R S K I R C H E ,   K I R C H D O R N B E R G 

Die heute evangelische Peterskirche in Kirchdornberg wird in einer Urkunde des Bistums Paderborn von 1281 erstmals erwähnt. Einen Vorläuferbau der heutigen Kirche gab es aber bereits vor dem Jahre 800. Bei Ausgrabungen im Jahre 1932 fand man in der Kirche Mauerreste, die aus der Zeit von 750 - 770 stammen müssen.

Die damalige Kirche gehörte zu einem Netz von vier kirchlichen Zentren (neben der Peterskirche die Iburg bei Bad Driburg, die Hohensyburg bei Dortmund und die Eresburg bei Marsberg), welches Papst Leo der III. und Karl den Großen bewogen hat, 799 an den Paderquellen das Bistum Paderborn zu gründen.

Die heutige Kirche wurde 1327 geweiht. Hier wurden ursprünglich Reliquien des Hl. Oswald aufbewahrt.

Zwischen 1506 und 1527 war die Peterskirche die erste Kirche im Bielefelder Raum, in der die Reformation eingeführt wurde.

Noch mehr unter Peterskirche


O B E R S T E   D E P P E N D O R F E R   M Ü H L E 

Die bisher älteste bekannte urkundliche Erwähnung dieses Mühlenstandortes stammt aus dem Jahre 1535, vermutlich ist er aber schon so alt wie der einstige Hof Deppendorf, der erstmals im 12. Jahrhundert genannt wird.

Ein neues Mühlengebäude mit zwei Wasserrädern und Mahlgängen wird im Jahr 1697 von der Besitzerin der Domäne Deppendorf, Elisabeth Meinders, erbaut. Es ist bis heute weitgehend erhalten und nach der Dornberger Kirche das zweitälteste Gebäude Dornbergs.

(zitiert aus der Infotafel an der Mühle)

Peter August Böckstiegel hat sie mehrfach gemalt..


A M   Z E C H E N B A C H 

Dornberg als Kohlerevier ?

Kaum vorstellbar und dennoch: über 400 Jahre wurde hier Kohle gefördert, zunächst – im Tagebau - für den Eigenbedarf. Später erreichte die "Friedrich-Wilhelm-Glück-Zeche", die größte Zeche im Ravensberger Land, mit großem Aufwand eine Tiefe von 136 m. Komplizierte Abbaubedingungen und die Konkurrenz aus dem Ruhrgebiet, insbesondere nach der Eröffnung der „Köln-Mindener Eisenbahn“ ab 1843, führten zu einem Rückgang der Förderung; die Zeche wurde am 23. Juni 1923 endgültig geschlossen.


W A P P E N W E G 

Der Wappenweg ist seinem Ursprung nach ein Rundwanderweg; er führt in einer Länge von ca. 90 km rund um Bielefeld. Er ist von der Ortsgruppe Bielefeld des Teutoburgerwald-Vereins angelegt und mit dem Wappen der ehemaligen Grafschaft Ravensberg - drei Sparren im silbernen Schild - gezeichnet worden.

Der Wappenweg folgt in seinem Verlauf nach Möglichkeit den Grenzen der Stadt Bielefeld. Er übernimmt die Funktion der alten Schnatwege, auf denen früher die Grenzen einer Gemeinde abgeschritten wurden. Gleichzeitig soll er dem Wanderer (und dem Läufer) die Abwechslung und Vielfalt des Bielefelder Raumes zeigen. In seinem nördlichen Teil führt er im leichten Auf und Ab durch das Ravensberger Hügelland, überquert zweimal den Teutoburger Wald und verläuft im südlichen Teil durch die Ebene der Senne.

Auf dieser Strecke findet seit August 2007 einmal im Jahr ein Lauf in drei langen Etappen statt.

Näheres unter Wappenweglauf.


H Ü H N E N B U R G 

Die Hünenburg befindet sich am Südrand des Gemeindegebietes, oberhalb des Stadtteils Quelle, auf dem Hünenberg (302 m. ü. NN.). Sie ist heute nur noch eine alte germanische Wallburgruine, von der nur noch wenige Reste zu sehen sind.

Mitten in der Ruine wurde 1894 dort der "Drei-Kaiser-Turm" errichtet.

Heute steht dort der 165 Meter hoher Fernsehturm. Daneben befindet sich ein kleinerer Aussichtsturm (mit Café), von dessen Aussichtsplattform man einen weiten Blick über den Teutoburger Wald werfen kann.

Auf nahezu dem gesamten Streckenverlauf sind die Türme - zum Teil weit entfernt - zu sehen.

Alljährlich findet dort zu Christi Himmelfahrt ein großes Fest, das Hünenburgfest, statt, organisiert von der "Queller Gemeinschaft", die dort 2005 ein Heimatmuseum mit vielen alten Dokumenten und Bildern aus der Geschichte der Hünenburg eröffnet hat.


H E E R S T R A S S E 

Zwischen "Einschlingen" und der Jostbergruine befindet sich Bielefeld ältester befestiger Weg. Bereits in der Steinzeit war dies ein vielgenutzter Weg zur Überquerung des Kammes. Später war es für die Kaufleute die kürzeste Transportverbindung von Münster und Osnabrück nach Bielefeld. In napoleonischer Zeit wurde sie aufgrund der starken Nutzung befestigt und zur Heerstraße ausgebaut.


J O S T B E R G - K A P E L L E 

Im Laufe des 15. Jahrhunderts entstand auf dem Jostberg eine kleine Wallfahrtsstätte mit Pilgerhäuschen. Sie wird erstmals 1480 urkundlich erwähnt als Verehrungsstätte für den Hl. Jodokus ('Jost' ist im Volksmund die Kurzform für "Jodokus"). Von 1483 - 1490 wurde an gleicher Stelle eine Kapelle erbaut, bei der sich 1498 Franziskaner niederließen. 1502 wurde diese Kapelle aufgegeben und mit dem Bau einer Kirche und eines Klosters am tiefer gele- genen Wegekreuz begonnen; dies ist die heutige Grabungsstelle Jostberg-Kapelle.

1507 gestattete Papst Julius II. die Verlegung des Klosters in die Bielefelder Altstadt. Dort wurde 1511 mit dem Bau der St. Jodokus Kirche, der katholischen Hauptkirche in Bielefeld, begonnen. In einem Vertrag zwischen dem Stifter des Klosters am Jostberg und dem Franziskanerorden war festgelegt worden, daß die Jostberg- kirche bestehen bleiben sollte. Aus Gerichtsakten ergibt sich aber, daß bereits 1567 mancher Stein abgetragen war. Die Grundmauern der Kirche wurden vor einigen Jahren freigelegt und provisorisch gesichert. Inzwischen steht fest, dass die Ruinen als Baudenkmal erhalten bleiben: nach Ankauf des etwa 1.000 qm großen Geländes durch die Stadt hat es der "Historische Verein" übernommen, die Ruinenanlage weiter freizulegen und zu sanieren. Diese Arbeiten wurden mit einem Festakt am 13. Dezember 2009 abgeschlossen und gewürdigt.

Zur Pfarrei "St. Jodokus" gehört nach wie vor das "St. Franziskus-Hospital" in der Kiskerstraße, das in Bielefeld nur als "Klösterchen" bekannt ist.

Der Kreuzweg unserer Heilig-Geist-Gemeinde führt alljährlich zu den Fundamentresten dieser ehemaligen Kirche am Jostberg.


O C H S E N W I E S E 

Die Ochsenheide auf dem Ochsenberg ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch eines der wertvollsten Naturschutz-
gebiete der Stadt. Auf dem hier vorhandenen trockenen und nährstoffarmen Boden wächst ein so genannter „Halbtrockenrasen“ mit seltenen, Wärme liebenden Pflanzen. Hierzu gehören das gemeine Zittergras, der Wiesenknopf, Thymian, Enziane und Flockenblumen.

Auch seltene Schmetterlinge, wie Blutstropfen, Hauhechel-Bläuling oder Kaisermantel, die auf diesen Blütenreichtum angewiesen sind, lassen sich hier beobachten.

Erhalten wird diese Vielfalt durch eine regelmäßige, abschnittsweise Mahd. Dabei werden größere Wiesenbereiche als Rückzugsgebiet für die Tiere vorübergehend stehen gelassen.